Ernährung bei Akne

Aktualisiert am 30. Okt. 2024

Kann die Ernährung unser Hautbild beeinflussen? Es ranken sich viele Mythen rund um die Ernährung bei Akne. Hier erfahren Sie, ob Schokolade, Milch oder Zucker wirklich schlecht für die Haut sind und welche Ernährung gegen Pickel helfen kann.

Inhalt

Inhalt

  1. Was ist Akne?
  2. Welche Rolle spielt die Ernährung bei Akne?
  3. Wie sollte ich mich bei Akne ernähren?
  4. Leckere Rezeptideen bei Akne
  5. Ernährungs-Tabellen für Akne
  6. 3 besonders gute Lebensmittel bei Akne
  7. 3 besonders schlechte Lebensmittel bei Akne
  8. Zucker und Akne
  9. Milchprodukte und Akne

Akne zählt zu den häufigsten Hautkrankheiten der westlichen Zivilisation. Wer Akne hat, leidet häufig unter Mitessern und entzündeten Pickeln, welche auch Narben hinterlassen können. Die Pickel und Rötungen können an verschiedenen Körperstellen wie Gesicht, Hals, Rücken oder Brust auftreten. Neben genetischen und diversen Umweltfaktoren kann auch die Ernährung die Erkrankung beeinflussen – bei manchen mehr, bei manchen weniger.

Was genau ist Akne?

Akne vulgaris – kurz: Akne ist weltweit die häufigste dermatologische Erkrankung. Rund 70–95 Prozent aller Jugendlichen weisen Akne-Läsionen auf, jedoch kann Akne in verschiedenen Lebensabschnitten auftreten. Das Maximum der Erkrankung tritt zumeist im Alter von 15–18 Jahren auf. Bei vielen Patienten kommt es nach der Pubertät zu einer Rückbildung und Verbesserung des Hautbildes.

Bei manchen Menschen kann sich Akne auch über das 25. Lebensjahr hinausziehen. Die Betroffenen leiden häufig unter Pickeln, schmerzhaften Pusteln, Mitessern, Narbenbildung und fettiger Haut. Die Erkrankung kann bei vielen Patienten auch mit psychischen Belastungen und erhöhtem Leidensdruck einhergehen, insbesondere wenn Therapieversuche bereits gescheitert sind 

.

Wie gesund ist ...

bei Akne?

Welche Rolle spielt die Ernährung bei Akne?

Es gibt keinen speziellen Akne-Ernährungsplan oder bestimmte Lebensmittel gegen Pickel, jedoch können einige Nahrungsmittel und Nährstoffe das Hautbild positiv beeinflussen

.

Es ist bekannt, dass eine gesunde und nährstoffreiche Ernährung zu sichtbaren Verbesserungen der Haut führen kann. Eine antientzündliche Ernährung bei Akne bietet zudem eine vielversprechende Basis, um das Hautbild langfristig zu verschönern. Besonders wertvolle Nährstoffe sind Vitamine, Mineralien, Omega-3-Fettsäuren sowie Antioxidantien. 

In vielen Fällen ist die Erkrankung so ausgeprägt, dass eine medizinische Therapie notwendig ist

. Die Ernährung spielt dann zwar nur eine untergeordnete Rolle, kann aber dennoch den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

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Was ist die richtige Akne-Ernährung?

Reichlich Antioxidantien aus Gemüse sowie Omega-3-Fettsäuren aus fettem Seefisch, Leinöl und Nüssen bremsen Entzündungen aus. Wer zudem weniger tierische Lebensmittel wie Milch, Fleisch und Wurstwaren zu sich nimmt, unterstützt den entzündungshemmenden Effekt. Auch ein weitreichender Verzicht auf Alkohol und raffinierten Zucker sind besonders hilfreich.

Da Milchprodukte scheinbar in Zusammenhang mit verschlimmerter Akne stehen, können diese für etwa vier Monate weggelassen werden. Eine schrittweise Wiedereinführung dieser Lebensmittel kann dann Aufschluss darüber geben, ob sie einen negativen Einfluss auf das Hautbild haben oder nicht

. 

Wer den Genuss von Milchprodukten einschränkt, sollte dann den Fokus auf calciumreiches Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl oder Spinat legen.

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Leckere Rezeptideen bei Akne

Akne Frühstück

Gesunde erste Mahlzeit

Akne Mittagessen

Leicht und lecker

Akne Abendessen

Gesunder Feierabend

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Ernährungs-Tabellen für Akne

Möchten Sie ganz genau wissen, wie die richtige Akne-Ernährung aussehen kann, welche Lebensmittel Sie lieber meiden und welche Sie in Maßen genießen können, helfen Ihnen dabei diese Tabellen, die von EAT SMARTER-Ernährungsexperten zusammengestellt wurden. 

Diese Lebensmittel sind bei Akne empfehlenswert
Amaranth, Buchweizen, Buchweizennudeln (Soba-Nudeln), Dinkel, Hafer, Haferflocken, Hirse, Kartoffeln, Quinoa, Vollkorn-Reisnudeln, Vollkornbrot (Hafer, Dinkel, Roggen, Reis, Mais)
Artischocke, Aubergine, Bataviasalat, Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Chicorée, Chili, Eisbergsalat, Erbsen, Feldsalat, Fenchel, Frühlingszwiebel, Grünkohl, Gurke, Kohlrabi, Kresse, Kürbis, Linsen, Löwenzahn, Mangold, Möhren, Paprika, Peperoni, Pflücksalat, Pilze, Radicchio, Radieschen, Rosenkohl, Rote Bete, Rotkohl, Rucola, Sauerkraut, Schalotte, Sellerie, Spargel, Spinat, Tomaten, Wirsing, Zwiebel
Apfel, Aprikose, Brombeeren, Clementine, Erdbeeren, Feige, Grapefruit, Hagebutte, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kiwi, Limette, Nektarine, Orange, Papaya, Pfirsich, Pflaume, Sauerkirschen, Stachelbeeren, Wassermelone, Zitrone, Zwetschge
Cashewkerne, Chiasamen, Flohsamen(-schalen), Haselnüsse, Kürbiskerne, Leinsamen, Mandeln, Pinienkerne, Pistazien, Sesam, Walnüsse
Eier (2–3 pro Woche), Haferdrink, Mandeldrink, Reisdrink
Hühnerfleisch, Putenbrustaufschnitt, Putenfleisch, Wildleisch (Hirsch, Reh, Wildkaninchen, Wildgeflügel)
Aal, Forelle, Heilbutt, Hering, Kabeljau, Karpfen, Lachs (Salm), Makrele, Meeresfrüchte (Garnele, Hummer, Krabben, Shrimps), Sardine, Scholle, Steinbutt, Thunfisch
Hanföl, Leinöl, Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl, Weizenkeimöl
ungezuckerter Tee, Wasser
Hummus, Nussmus, vegetarische Aufstriche
alle frischen Kräuter und Gewürze, Chili, Essig, Ingwer, Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, Muskatnuss, Senfkörner, Zimt
fertige TK-Gemüsemischungen ohne Zusätze

Diese Lebensmittel sind bei Akne nicht empfehlenswert
Bulgur, Couscous, Croissant, geschälter Reis, helles Weizenbrötchen, Laugengebäck, Milchbrötchen, Nudeln aus Hartweizengrieß, Toastbrot, Weißbrot, Zwieback
fertige Gemüsemischungen mit Zusätzen, mit Frischkäse gefüllte Paprika, Rahmspinat
gezuckerte Obstkonserven, kandiertes Trockenobst, gezuckertes Obstmus
gesalzene Nüsse, Nüsse in Schokoladenglasur, Nüsse im Teigmantel
Crème fraîche, Frischkäse, Frischkäsezubereitungen, Fruchtjoghurt, Joghurtzubereitungen, Kakaozubereitungen, Käse (bis 45 % Fett und mehr, wie Hartkäse, Mozzarella, Schnittkäse, Weichkäse), Milchmischgetränke, Milchreis, Pudding, Quarkzubereitungen, Sahnequark, saure Sahne, Schlagsahne, Schmand
paniertes und frittiertes Fleisch, Schweinefleisch und daraus hergestellte Wurstwaren (Bierwurst, Bockwurst, Bratwurst, Lyoner, Mortadella, Salami, Speck, Schinken, usw.)
Fisch in Mayonnaise, Fisch in Sahne, panierter Fisch
Butterschmalz, Distelöl, Gänseschmalz, Margarine, Palmfett, Schweineschmalz, Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl
Alkohol, Energydrinks, Fruchtsaft und -nektar, Getränkesirup, Softdrink
Konfitüre, Marmelade, Nuss-Nougat-Aufstrich
Barbecuesauce, Fertigdressing, Grillsauce, Ketchup, Mayonnaise
Paniertes und Frittiertes, stark verarbeitete Fertigprodukte (Pizza, Fertigsuppe)
Chips, Eiscreme, Gummitiere, Kekse, Milchschokolade, Müsliriegel, Pralinen, süße Backwaren, süße Milchprodukte
Agavendicksaft, Fruktose (Fruchtzucker, Fruktosesirup, Fruchtsüße, Glukose-Fruktosesirup, Maissirup, Fruchtsüße), Zucker (Haushaltszucker, Raffinade, Puderzucker, u.Ä.)

Diese Lebensmittel sind bei Akne in Maßen geeignet
Glasnudeln, helle Reisnudeln, Polenta
Sojabohnen, Sojasprossen
Ananas, Banane, Birne, Datteln, Honigmelone, Kaki (Sharon), Mango, Süßkirschen, Weintrauben
Erdnüsse, Kokosnuss (Kokosraspel, Kokoschips), Sonnenblumenkerne
Schafmilchprodukte, Sojadrink, Ziegenmilchprodukte; nach individueller Verträglichkeit bzw. nach erfolgter Auslassdiät: Buttermilch, Harzer Käse, körniger Frischkäse, Milch (1,5 % Fett), Naturjoghurt (1,5 % Fett), Speisequark (bis 20 % Fett)
Corned Beef, mageres Kalbfleisch, mageres Lammfleisch, mageres Rindfleisch, Wildschwein
Thunfisch in Öl
Butter, natives Kokosöl
Fruchtsaftschorle, schwarzer Kaffee
Erdnussmus, Fruchtaufstrich
TK-Gemüsemischungen mit Würze
sehr selten: Zartbitterschokolade (mind. 70 % Kakaoanteil)
sehr selten: Ahornsirup, Honig, Reissirup, Rohrohrzucker, Stevia, Vollrohrzucker, Zuckerrübensirup


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3 besonders gute Lebensmittel bei Akne

  1. Heidelbeeren: Sekundäre Pflanzenstoffe sowohl aus Heidelbeeren als auch aus anderen Beerenfrüchten haben einen entzündungshemmenden Effekt. Heidelbeeren helfen somit, Rötungen und andere aknetypische Hautveränderungen auszubremsen.
  2. Grünkohl: Mit 212 Milligramm Calcium pro 100 Gramm ist das Wintergemüse eine pflanzliche Top-Quelle für diesen Mineralstoff. Gerade diejenigen, die in der Ernährung bei Akne weniger oder keine Milchprodukte zu sich nehmen, sollten öfter auf calciumreiches Gemüse zurückgreifen.
  3. Leinöl: In Leinöl steckt jede Menge Alpha-Linolensäure. Diese nutzt der Körper für den Umbau zu weiteren Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken und die Körperzellen schützen.

3 besonders schlechte Lebensmittel bei Akne

  1. Schweinefleisch: Im Schweinefleisch steckt eine beachtliche Menge Arachidonsäure. Diese ungesättigte Fettsäure unterstützt die Bildung von Botenstoffen, die Entzündungen im Körper auslösen können. Deutlich weniger Schweinefleisch auf dem Speiseplan kann also schon sehr dazu beitragen, Entzündungen zu vermeiden.
  2. Zucker: Die süßen Kristalle können zwar nicht direkt mit der Entstehung von Akne in Zusammenhang gebracht werden. Dennoch sollten Sie Zucker so gut es geht meiden, denn er fördert Entzündungen und geht mit einer hohen glykämischen Last einher. Eine niedrige glykämische Last wiederum scheint eine Verbesserung der Akne zu fördern .
  3. Fruchtjoghurt: Milchprodukte stehen nicht nur in Verdacht, bei einigen Betroffenen die Bildung von Pusteln, Pickeln und Rötungen zu verstärken. Speziell Fruchtjoghurt ist zusätzlich fast immer eine regelrechte Zuckerbombe und dadurch in der Ernährung bei Akne kontraproduktiv.

Zucker und Akne

Zucker steht oft als Sündenbock für diverse Krankheiten und Übergewicht im Mittelpunkt. Doch so pauschal kann man den Zucker auch nicht verteufeln. Zucker per se macht weder dick noch krank. Es ist vielmehr die ganze Ernährung, die Einfluss auf unsere Gesundheit nimmt und weniger einzelne Nährstoffe oder Lebensmittel. 

Auch regelmäßiger Konsum von Energy-Drinks, ob mit oder ohne Zucker, kann das Hautbild beeinflussen, da diese meist mit Vitamin B12 oder B6 angereichert sind. Manche Hersteller von Proteinpulvern setzen diese Vitamine bei. Ab einer gewissen Menge reagieren manche Menschen empfindlich und bekommen Anzeichen von unreiner Haut sowie Pickeln. Ein Überschuss an dem wasserlöslichen Vitamin B12

Milchprodukte und Akne

Wachstumsfaktoren und Hormone können Akne verursachen. Dazu zählen die Androgene, die männlichen Geschlechtshormone wie Testosteron bzw. alles, was auf unsere Insulinrezeptoren wirkt und die Androgensignalisierung verstärkt. 

Bei manchen könnte schon Laktase Abhilfe schaffen, um Milchzucker besser zu verdauen. Wie sieht es eigentlich mit Schokolade aus? Wenn Sie empfindlich auf Milchprodukte reagieren, kann auch eine Vollmilchschokolade ihren Beitrag zu Pickeln leisten. Dies ist jedoch nicht bei jedem so. Sie könnten auch probieren auf dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil, ohne Milchpulver, umzusteigen.

Wissen zum Mitnehmen

Insgesamt scheint die Rolle der Ernährung gegen Pickel und Akne teilweise noch strittig zu sein. Hinsichtlich der Milch gibt es Hinweise, dass Menschen individuell bei Akne auf Milchprodukte mit einem verschlechterten Hautbild reagieren können. Bei Lebensmitteln mit einem hohen glykämischen Index, wie Zucker, ist die Datenlage noch nicht eindeutig. 

Wenn man sich die Praxis anguckt, wird man feststellen, dass jeder Mensch auf unterschiedliche Dinge reagieren kann und nicht alles gleich gut verträgt. So gibt es keine direkt hilfreichen Lebensmittel gegen Akne. Mehrere Faktoren können unser Hautbild bestimmen: Hormone, Stress, Erkrankungen, Unverträglichkeiten und Co. Unreine Haut kann auch mal nur phasenweise auftreten und manchmal reagieren wir temporär empfindlicher auf bestimmte Lebensmittel. Natürlich kann man individuell ausprobieren, auf welche Lebensmittel man mit schlechterer Haut reagiert, doch zu voreilig sollte man nicht sein und das Hautbild lieber langfristig beobachten. Wer unter starker Akne leidet und auch mit der Ernährung keine Besserung erzielt, sollte im Zweifelsfall immer einen Hautarzt um Rat fragen.

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