Muss man Mehl sieben?

Aktualisiert am 28. Okt. 2025

Eine Küchenweisheit besagt, dass man Mehl vor der Verarbeitung fein sieben soll. Werden so die Kuchen lockerer und das Brot besser? Die Antwort lautet: nein. Denn dieser kluge Ratschlag kommt aus Großmutters Zeiten, als das Mehl noch nicht so sauber war wie heute.

Früher war alles besser? Für Mehl gilt das nicht. Denn damals, vor 60 und mehr Jahren, versteckte sich so mancher unliebsamer Gast im weißen Pulver. Käfer und Mäusekot zum Beispiel. Und damit die nicht im Kuchen landen, siebte man das Mehl vor der Weiterverarbeitung durch. Auch die Warenqualität war damals eine andere: Da dem Mehl im Gegensatz zu heute noch keine Trennmittel zugesetzt waren, verklumpte es schnell. Gesiebt werden alle Mehlsorten heute schon in der Mühle, Zuhause kann man sich die Arbeit also getrost sparen. Auch für die Lockerheit eines Kuchenteiges ist nicht das Mehl verantwortlich. Gesiebt oder ungesiebt – im Teig verschwindet es in der klebrigen Masse und wirkt immer gleich. Locker werden Kuchen & Co. durch Treibmittel und Proteine. Mehr zum Thema: 100 smarte Back-Rezepte

ÄHNLICHE ARTIKEL
Ernährungsmythen

So kommen Sie gesund durch den Alltag

Verursacht Schokolade Pickel?

Stimmt es eigentlich, dass Schokolade Pickel verursachen kann? Erfahren Sie hier mehr.

Enthält Paprikapulver viel Vitamin C?

Stimmt es eigentlich, dass Paprikapulver viel Vitamin C enthält? EAT SMARTER klärt auf.