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Grana Padano DOP: italienischer Hartkäse mit Tradition

Aktualisiert am 04. Dez. 2023

Ob zu Pasta, Risotto oder Salat: Der weltweit bekannte Grana Padano DOP ist aufgrund seines einzigartigen Geschmacks aus vielen Gerichten nicht mehr wegzudenken. Wo der Käse herkommt und was ihn so besonders macht, verraten wir hier.

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Inhalt

Inhalt

  1. Die Entstehung des traditionellen Hartkäses
  2. Die ersten Käsereien
  3. Der Erfolg des Grana Padanos DOP
  4. Der Schutz der wertvollen Rezeptur
  5. Die Zutaten von Grana Padano DOP
    1. Milch
    2. Salz
    3. Lab
    4. Lysozym von Ei

    Das Originalrezept von Grana Padano DOP liegt fast 1000 Jahre zurück. Seitdem wird der Käse mit der gleichen Hingabe und Leidenschaft hergestellt. Er gehört zu den beliebtesten Käsesorten Italiens.

    Die Entstehung des traditionellen Hartkäses

    Heutzutage können wir aus einer großen Produktpalette in Supermärkten auswählen, uns sogar zwischen verschiedenen Käsesorten entscheiden. Im Mittelalter hingegen waren die Menschen auf die Lebensmittel angewiesen, die Landwirtschaft, Viehzucht und Natur hervorbrachten. Alles musste zeitnah verzehrt werden, beispielsweise auch Milch und frischer Käse, weil es kaum Konservierungsmethoden gab und alles schnell verdarb.

    Im 12. Jahrhundert begannen Zisterziensermönche des Klosters Chiaravalle Milanese in der südlichen Lombardei überschüssige Milch der Poebene zu verarbeiten. Durch die Förderung der Landwirtschaft und Viehzucht gab es mehr Milch, als die lokale Bevölkerung benötigte und so mussten die Mönche einen Weg finden, Milch länger haltbar zu machen.

    Das Ergebnis war: Milch langsam kochen, Molke und Lab hinzufügen, die geformte Laibe in ein Salzbad legen und dann in die Reifelager. Daraus wurde Hartkäse, dessen Geschmack sich im Laufe der Zeit entwickelte und in dem die kostbaren Eigenschaften der Milch enthalten blieben. Mehr erfahren: Geschichte und Herstellung von Grana Padano 

    Die ersten Käsereien

    Die Klöster werden zu den ersten echten Käsereien der Geschichte gezählt, da dort die Käseproduktion begann. Aufgrund des langen Reifeprozesses nannten die Mönche ihren Käse „caseus vetus“ (alter Käse).

    Der Käse reift mindestens neun Monate, oft aber auch länger, und entwickelt dabei seinen charakteristischen kräftigen Geschmack sowie die typisch körnige Textur. Deshalb wurde er von den Bauern als „Grana“ bezeichnet. Wahrscheinlich war dieser in Form und Größe schon mit dem heutigen Grana Padano vergleichbar. Verschiedene Regionen produzierten ihren Grana Padano und gaben ihm die jeweilige Herkunftsbezeichnung. „Lodesano“ aus Lodi, „piacentino“ aus Piacenza und „mantovano“ aus Mantua sind die bekanntesten.

    Unter den wachsamen Augen der Mönche bildeten sich sogar Fachleute, sogenannte „casaro“ heraus. Das Wort bezeichnet einen wahren Experten in der Kunst der Käseherstellung.

    Der Erfolg des Grana Padanos DOP

    Für alle Menschen war der Grana Padano aufgrund seiner langen Haltbarkeit, seiner Eigenschaften und seines Geschmacks eine wichtige Nahrungsquelle während der Hungersnöte. Der Käse wurde für die gesamte Bevölkerung unabhängig von ihrer wirtschaftlichen und sozialen Stellung zu einem wertvollen Lebensmittel.

    Der Herstellungsprozess des Granas hat sich seit Jahrhunderten bewährt und sorgt noch heute dafür, dass der einzigartige Käse die Eigenschaften und das Aussehen besitzt, die ihn weltweit beliebt gemacht haben.

    Lust auf ein Gericht mit Grana Padano? Wir stellen Ihnen hier leckere Rezeptinspirationen vor: 

    Der Schutz der wertvollen Rezeptur

    Der Käse bekam den Namen "Grana Padano", der für die Tradition und antike Geschichte steht und die Einzigartigkeit und den Herstellungsprozess berücksichtigt. Der Name leitet sich zum einen von der körnigen Struktur des Käses („grana“ von italienisch granuloso = körnig) und zum anderen von seiner Herkunft in der Poebene („pianura padana“ von lateinisch padus = Po) ab.

    Seit der Verordnung Nr. 1269 vom Oktober 1955 genießt der Grana Padano ein besonderes Ursprungsgesetz, das sich auf die Verarbeitungsmethoden, die Merkmale der Erzeugnisse und die Produktionsbereiche bezieht.

    Im Jahr 1996 erhält der Grana Padano von der Europäischen Union die G.U. Anerkennung „Geschützte Ursprungsbezeichnung“. Als geschützte Herkunftsbezeichnung (DOP für Denominazione d’ Origine Protetta) unterliegt die Produktion strengen Vorgaben, die die traditionelle Herstellung und den Ursprung sichern. Das Grana Padano Schutzkonsortium stellt sicher, dass die Rezeptur und die hohe Qualität bei jedem Käselaib strikt eingehalten wird und informiert die Öffentlichkeit durch verschiedene Aktivitäten über die Eigenschaften des wertvollen Käses, der nicht nur ein kulinarisches Highlight, sondern auch ein kulturelles Erbe Italiens ist.

    Die Zutaten von Grana Padano DOP

    Grana Padano wird mit wenigen, dafür exzellenten Zutaten hergestellt:

    Milch

    Der Käse wird aus Kuhmilch hergestellt, die hauptsächlich mit frischem Futter, Heu oder Silage (traditionelle Technik der Futterkonservierung mit hohem Nährwert) gefüttert werden und aus den definierten Produktionsregionen stammt. Während des gesamten Verarbeitungsprozesses wird die Milch keiner Behandlung unterzogen, die ihren natürlichen Rohmilchstatus beeinträchtigt.

    Salz

    Nach mindestens 36 Stunden im Käsegurt werden die Käselaibe zum Salzen in eine Salz-Wasser-Lösung getaucht, wo sie zwischen 14 bis 30 Tage bleiben.

    Lab

    Das verwendete tierische Lab, was aus dem Magen von Kälbern extrahiert wird, ermöglicht die Gerinnung der Milch. Vor dem Lab werden natürliche Kulturen hinzugefügt, die aus vom Vortag stammenden Restmolkefermenten gewonnen werden.

    Lysozym von Ei

    Um ungewünschte Fermentation zu vermeiden, wird der Milch vor dem Lab Lysozym zugesetzt. Dieses natürliche Protein ist unter anderem in Eiweißextrakten von Hühnereiern enthalten. Es wird allerdings nicht allen Grana Padano DOP Sorten hinzugefügt.

    Möchten Sie noch mehr über Grana Padano erfahren? Dann lesen Sie hier mehr über die verschiedenen Reifegrade: 

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EAT SMARTER-WISSEN

Grana Padano

In Italien schätzt man Grana Padano sehr und mittlerweile erfreut er sich auch hierzulande großer Beliebtheit. Und das zurecht, denn der Hartkäse hat kulinarisch einiges zu bieten!

Inhalt

Inhalt

  1. Das sollten Sie über Grana Padano wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  2. Unsere liebsten Grana Padano Rezepte
  3. Wie gesund ist eigentlich Grana Padano?
  4. Einkaufs- und Küchentipps für Grana Padano
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  5. Zubereitungstipps für Grana Padano

Das sollten Sie über Grana Padano wissen

Grana Padano muss mindestens neun Monate lang reifen. Bevor der Käse auf den Markt kommt, ist jedes Laib strengen Kontrollen unterworfen, um die Brandmarkierung zu bekommen. Grana Padano kann auch über 20 Monate bis sogar 36 Monate reifen. Dadurch wird seine Textur körniger und er bekommt einen intensiveren Geschmack. Nach 20 Monaten darf der Grana Padano weitere Qualitätstests bestehen, um dann als "Riserva" gebrandmarkt zu werden.

Herkunft

Grana Padano kommt aus der Po-Ebene, in Norditalien, die auf Italienisch „ Pianura Padana“ heißt. Der Käse hat eine uralte Geschichte. Er wurde vor fast tausend Jahren von den Mönchen der Abtei Chiaravalle (in der Nähe von Mailand) geschaffen, um die überschüssige Milch, die sie produzierten, zu konservieren und einen Käse herzustellen, der eine lange Haltbarkeit hat. So wurde Grana Padano während Hungersnöten eine wichtige Nahrungsquelle für die Menschen.

Saison

Grana Padano kann man das ganze Jahr über kaufen.

Geschmack

Je nach Alter schmeckt Grana Padano leicht würzig bis sehr kräftig.

Unsere liebsten Grana Padano Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Grana Padano Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Grana Padano?

Der Hartkäse bringt es im Durchschnitt auf nur 32 Prozent Fett und gehört damit zu den figurfreundlichsten Käsesorten überhaupt. 

Mit ca. 1.200 Milligramm pro 100 Gramm hat Grana Padano außerdem einen beachtlich hohen Gehalt an Calcium zu bieten. Der Mineralstoff sorgt für gesunde Knochen und Zähne und gilt als beste Vorbeugung gegen die gefürchtete Osteoporose (Knochenschwund). 30 Gramm Grana Padano enthalten genauso viele Nährstoffe wie ein halber Liter Milch. Der Käse enthält auch Eiweiß, gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, Eisen, Mineralsalze und Vitamine.

Dank seine langen Reifezeit enthält Grana Padano keinen Milchzucker und daher auch für Personen geeignet ist, die an Laktose-Intoleranz leiden.

Nährwerte von Grana Padano pro 100g  
Kalorien 306
Eiweiß 19 g
Fett 5,9 g
Kohlenhydrate 44,3 g
Ballaststoffe 15,5 g

Einkaufs- und Küchentipps für Grana Padano

Einkauf

Kaufen Sie Grana Padano vorzugsweise am Stück – es gibt ihn sowohl abgepackt im Kühlregal als im gut sortierten Supermarkt auch an der Käsetheke.

Lagerung

Grana Padano hält sich sehr lange. Experten raten davon ab, ihn im Kühlschrank zu lagern und empfehlen stattdessen einen kühlen Keller. Wer den nicht hat, der verpackt den Käse am besten dick in Papier und legt ihn an den wärmsten Platz im Kühlschrank.

Vorbereitung

Je nach Reifezeit beziehungsweise Alter können Sie Grana Padano einfach mit dem Käsemesser- oder Hobel in dünne Scheiben schneiden, auf der Reibe zerkleinern oder in Stücke brechen.

Zubereitungstipps für Grana Padano

Frisch gerieben schmeckt Grana Padano super zur Pasta; fein gehobelt beziehungsweise geschnitten passt er perfekt zu Früchten und Wein. Zum Überbacken eignet sich vor allem ein junger Grana Padano, da er mehr Wasser enthält als die länger gereiften. 

Der Käse ist in der Küche vielseitig einsetzbar. Neben Pasta überzeugt er auch als Zutat in Gerichten wie gratinierter Chicorée mit Grana-Padano-Walnuss-Bröseln, California Wraps oder in grünem Spargel im Knusperteig. Ihrer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.